defense.at Onlinemagazin

Datenschutz, der Schutz von Daten

Der Schutz personenbezogener Daten nennt sich Datenschutz und ist in Österreich gesetzlich geregelt.

Datenschutz - Allgemein

"Datenschutz" (engl. "privacy") bedeutet den Schutz personenbezogener Daten vor Missbrauch. Heutzutage bedeutet dieses vielfach dass die jeweilige Person selbst entscheiden kann, wann er welche Daten und wie viel preisgibt. Im Deutschen Recht bezeichnet man dieses auch als "Recht auf informationelle Selbstbestimmung" (als Grundrecht anerkannt 1983 im “Volkszaehlungsurteil“ [1]), und ist eine Auspraegung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts.

Beispiele solcher personenbezogenen Daten koennen alles Moegliche sein, angefangen bei Grundsachen wie Geburtsdatum, voller Name, Adresse, E-Mail Adresse aber auch Gewohnheiten, Arbeitsplatz, Hoobys und so weiter.

Die Bedeutung des allgemeinen Datenschutzes ist im heutigem, digitalem Zeitalter viel wichtiger als noch vor fuenfzig Jahren, weil die Datenerfassung immer einfacher wird. So muss man beispielsweise nicht alles erst lesen, einscannen oder Aehnliches, sondern es gibt eine Vielzahl an anderen Moeglichkeiten. Ein gutes Beispiel fuer eine globale Datenerfassung aus der heutigen Zeit ist die populaere Internet-Suchmaschine Google [2]. Natuerlich gehoeren zu diesen neuen digitalen Erungenschafften des digitalen Zeitalters nebem dem Internet, was natuerlich eins von den groessten oder auch die groesste Errungschaft darstellt von allen darstellt, auch Mobilfunknetze (Handys, PDAs, ...), Videoueberwachung und dergleichen.

Nun stellt sich die Frage, wer ueberhaupt Interesse an solchen Daten hat. Diese Frage ist relativ leicht zu beantworten: Firmen, die probieren wirtschaftlichen Nutzen aus diesen privaten Informationen zu beziehen, oder auch der Staat. Beispielsweise probieren Firmen ueber Umfragen und anderen Marktforschungen ihre Effizienz in den Bereichen der Produkterweiterung oder auch im generellen Marketing zu erlangen. Dazu koennen Firmen auch gesammelte Daten nutzen, um gewisse Personen direkt von Ihrem Service auszuschliessen. Ein praktisches Beispiel waere hier wenn Person X bei der Firma A einmal etwas nicht bezahlen konnte, aus welchen Gruenden auch immer, oder es ein Problem gab, und Firma A die Daten an seine Partnerfirmen Firma B und Firma C weitergibt. Wenn dann Person X in Zukunft bei Firma B und Firma C etwas kaufen moechte, werden diese ihm dann auf Grundlage der Informationen von Firma A verweigern.Ein populaeres Beispiel in einer aehnlichen Konstelation waere die SCHUFA Holding AG [3], welche eine organisierte Auskunftei ist und von der kreditgebenden Wirtschaft getragen wird, sprich eine Auskunft darueber ob man kreditwuerdig ist oder nicht.Bei dieser Entwicklung der kollektiven Datensammlung steht eine Gleichgueltigkeit der allgemeinen Bevoelkerung gegenueber, denn beispielsweise sind bei der SCHUFA rund drei Viertel der deutschen Bevoelkerung erfasst.Durch die heutigen Moeglichkeiten der globalen Vernetzung, beispielsweise dem Internet sollte jedem klar sein dass man mit genug Geld, Kontakten oder Einfluss viele Daten schnell und praezise zusammenstellen kann. An dieser Stelle kann ich auch wieder das Beispiel der Internet-Suchmaschine Google [2] heranziehen. Wenn man dort beispielsweise nach diversen E-Mail Adressen sucht wird man in den meisten Faellen fuendig und kann herausfinden was der betreffende Besitzer dieser E-Mail Adresse im Internet macht. Dazu kommt noch dass die Cache Funktion auch nicht mehr existierende Seiten gespeichert hat, sodass man von einer Art Gedaechnis des Internets sprechen kann.Es gibt diverse Verfahren beim allgemeinen Datenschutz, welche den meisten Leuten bekannt sein sollten. Zu diesen gehoeren an erster Stelle natuerlich die Sparsamkeit und ueberhaupt die Vermeidung mit dem Umgang seiner privaten Daten. Zusaetzlich sollte man auch immer im Hinterkopf behalten, was fuer Daten ueberhaupt benoetigt werden fuer die jeweilige Aktion. Wenn man also bei einem Versandhaus nach seiner Blutgruppe gefragt wird (ist natuerlich ein uebertriebenes Beispiel an dieser Stelle) sollte man sich ernsthafte Gedanken machen ob man diesen Service auch wirklich nutzen moechte oder nutzen muss. Man muss alles in einem gewissen Verhaeltnis sehen.Als Regelungen fuer den Datenschutz im allgemeinen Sinne gibt es auf internationaler Ebene beispielsweise die "Guidelines on the Protection of Privacy and Transborder Data Flows of Personal Data" [4] von 1980, im europaeischen Bereich gibt es die "Europaeische Datenschutzrichtlinie" [5] welche 1995 erlassen wurde und dazu sollte man noch die "Richtlinie ueber die Vorratsdatenspeicherung" [6] von 2005 an dieser Stelle nennen. In der Bundesrepublik Deutschland gibt es das "Bundesdatenschutzgesetz" [1]/[7] welches 1883 in Kraft trat (einige Bundeslaender waren etwas frueher dran, beispielsweise Hessen 1970, welches das erste Datenschutzgesetz der Welt war) und in Oesterreich gibt es das "Bundesgesetz über den Schutz personenbezogener Daten" ("Datenschutzgesetz 2000", Abkz. "DSG 2000") [8]. All diese Richtlinien regeln wie Behoerden, aber auch Firmen und Privatleute mit Daten umgehen muessen, sollen oder auch sollten, je nachdem.Es gibt viele Leute die befuerworten Datenschutz im allgemeinen, aber es gibt auch Kritiker. Diese meinen meistens dass uebertriebener Datenschutz mehr schaedlich als nuetzlich sein kann. Natuerlich gehoeren zu diesen Kritikern meist die, die davon profitieren. Beispielsweise der Staat rechtfertigt seine Kritik dass es die Aufdeckung fuer Kriminalfaelle und dergleichen erschwert.Abschliessend kann man nur sagen dass die heutige Politik mehr in Richtung "Glaeserner Mensch" geht, durch Aktionen wie beispielsweise biometrische Datenerfassung in Paessen ecetera."If privacy is outlawed, only outlaws will have privacy." - Phil ZimmermannLiebe Gruesse,

Author: Tamriel

Weiterfuehrende Links:
[1] http://www.datenschutz.de
[4]  http://www.uld-i.de
[12] http://www.defense.at/