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Was ist RFID?

RFID steht für Radio Frequency IDentification

RFID steht für Radio Frequency IDentification, einer Technologie, die winzig kleine Computerchips verwendet, um Gegenstände über die Ferne identifizieren zu können. RFID "spy chips" wurden schon in Rasier-Produkten von Gilette eingebaut (zumindest in den USA), die sich jeder in einem ganz normalen Geschäft kaufen kann und wurden auch schon in der Praxis eingesetzt, um eben Gegenstände zu überwachen.

Jeder kleine Chip hat eine kleine Antenne, die jede elektromagnetische Energie aufnimmt, die zu ihr von einem sog. Reader-Device gestrahlt wird. Wenn der Chip mit Energie versorgt wird, sendet dieser seine unique identification number zurück zum Reader-Device und identifziert sich somit. Die Übertragung geht bis zu 10 Meter weit.

In der Luftfahrt wurden seit den 90ern Barcodes eingesetzt, um Gepäckstücke zu kennzeichnen. Wenn die Etiketten beschädigt oder verschmutzt werden, ist der Code allerdings nicht mehr lesbar. Neuerdings werden darum Gepäckanhänger durch RFID Labels ergänzt, die deutlich robuster sind. So gehen weniger Gepäckstücke verloren.

Öffentlich wird es als Ersatz für Barcode angepriesen, jedoch gibt es 3 sehr große Unterschiede:

  • Ein Barcode gilt für eine Produktgruppe (d.h. für alle Eistees) und nicht für jedes Päckchen Eistee. Somit ist es möglich - zb in Verbindung mit Bankomatkarte - genau zu verfolgen wer was wann gekauft hat. Die Genauigkeit geht sogar auf Gegenstandsebene, weil ja jedes Produkt seine eigene ID besitzt.
  • RFID kann auch durch Kleidung oder über größere Distanzen hinweg gelesen werden, sodass man selbst keine Notiz davon nimmt, dass Informationen "gestohlen" werden. Beim Barcode ist es mit dem Lesecode offensichtlich, wann und von wem Informationen entnommen werden.
  • RFID könnte schädlich für die Gesundheit sein. Man weiß nicht wie sich dauerhaftes "Tragen" solcher Chips langzeitig auswirkt.