defense.at Onlinemagazin

Softwarearten, welche gibt es?

Überblick über verschiedene Softwarearten

Erklärungen zu Softwarearten:

Proprietäre Software:

Die Weiterverbreitung oder Veränderung dieser Software ist verboten oder es wird von Ihnen verlangt, dass Sie eine Erlaubnis dafür benötigen.

Freeware:

Der Begriff “Freeware” hat keine klar anerkannte Definition, wird jedoch gemeinhin für Pakete benutzt, welche Weiterverbreitung, nicht jedoch Veränderung erlauben (darüber hinaus ist der Quellcode nicht verfügbar). Diese Pakete sind keine freie Software.

Shareware:

Shareware ist Software, die die Erlaubnis erteilt, sie weiter zu verbreiten, jedoch ebenfalls mit der Bedingung benutzt wird, dass jede längerfristig benutzte Kopie registriert werden muss und somit Lizenzen gezahlt werden müssen.

 

Kommerzielle Software:

Kommerzielle Software ist Software, die von einer Firma mit dem Ziel entwickelt wird, aus der Benutzung dieser Software Geld zu machen. “Kommerziell” und “proprietär” ist nicht das Selbe! Die meiste kommerzielle Software ist proprietär, aber es gibt auch kommerzielle freie Software und es gibt nicht kommerzielle unfreie Software.

Freie Software:

Freie Software ist Software, die mit der Erlaubnis für jeden verbunden ist, sie zu benutzen, zu kopieren und zu verbreiten, entweder unverändert oder verändert, entweder gratis oder gegen ein Entgelt. Im Besonderen bedeutet das, dass der Quellcode verfügbar sein muss. “Wenn es keinen Quellcode dazu gibt, ist es keine freie Software.” Freie Software ist eine Frage der Freiheit, nicht des Preises.

Hier die Grundprinzipien der freien Software:

Die Freiheit, das Programm für jeden Zweck zu benutzen -> (Freiheit 0)

Die Freiheit, zu verstehen, wie das Programm funktioniert und wie man es für seine Ansprüche anpassen kann -> (Freiheit 1)

Die Freiheit, Kopien weiter zu verbreiten, so dass man seinen nächsten weiterhelfen kann -> (Freiheit 2)

Die Freiheit, das Programm zu verbessern und die Verbesserungen der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen, damit die ganze Gemeinschaft davon profitieren kann -> (Freiheit 3)

Open Source Software:

Der Ausdruck “Open Source” wird von manchen Leuten gebraucht, um mehr oder weniger das Selbe auszudrücken, wie freie Software. Vom Grundsatz sind auch beide gleich. Einzig und allein die Gemeinschaft ist eine andere. Die Free-Software-Community schreibt ihre Software, um der Gemeinschaft und des Zusammenhaltes Willen, die Open-Source-Community hat mehr den wirtschaftlichen Aspekt im Vordergrund, bei dem sie versuchen auch mit freier Software in der Marktwirtschaft Fuß zu fassen.

Public Domain:

Public Domain Software ist Software, die kein Copyright (Urheberrechtsschutz) besitzt. Sie ist ein Spezialfall von nicht unter Copyleft stehender Software, was bedeutet, dass manche Kopien oder veränderte Versionen auch überhaupt nicht frei sein können.

Software unter Copyleft:

Software unter Copyleft ist freie Software, deren Verbreitungsbedingungen Redistributoren keine zusätzlichen Restriktionen hinzufügen lassen, wenn sie diese weiterverbreiten oder verändern. Dies bedeutet, dass jede Software, sogar wenn sie verändert wurde, freie Software bleiben muss.

Nicht unter Copyleft stehende freie Software:

Diese Software kommt vom Autor mit der Erlaubnis, sie weiterverbreiten und zu verändern und zusätzliche Restriktionen hinzuzufügen.
Bsp.: X Window System, das für manche Hardware proprietär ist.

Halbfreie Software:

Halbfreie Software ist Software, die nicht frei ist, bei der es aber für Individuen die Erlaubnis gibt, sie zu benutzen, zu kopieren und zu verändern (inklusive Verbreitung von veränderten Versionen) für nichtkommerzielle Zwecke.